Der magische Moment- ein Erinnerungsspiel für Paare

Jedes Paar hat eine einzigartige Geschichte, wie es sich kenngelernt und ineinander verliebt hat. Es ist kein Zufall zu wem wir uns hingezogen fühlen.  Die Begegnung mit dem oder der „Richtigen“ löst ein bestimmtes Lebensgefühl aus und verspricht eigene Sehnsüchte zu erfüllen. Den Zeitraum, in dem man sich beginnt ineinander zu verlieben, kann als magischer Moment beschrieben werden.

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Es lohnt sich als Paar diesen magischen Moment wieder zu erleben und zwar mit diesem Spiel:

Jeder Partner beantwortet die folgenden Fragen in Ruhe für sich. Am besten ihr notiert euch Stichpunkte, damit ihr nichts vergesst.

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Wann haben wir uns begonnen ineinander zu verlieben?

In welchen Lebensumständen?

Warum genau in diesen Partner/ diese Partnerin?

In was an meinem Partner/ meine Partnerin habe ich mich besonders verliebt?

Welches Lebensgefühl hat das in mir ausgelöst? (z.B. Abenteuerlust, Sicherheitsgefühl, Freiheitsgefühl, verrückt sein dürfen…)

Welche Sehnsüchte sind dabei erfüllt worden?

An welche schönen Momente der ersten Zeit erinnere ich mich?

Was war so schön daran?

Was ist uns in dieser ersten Zeit besonders gelungen?

Woran lag das?

Wenn du für dein Verliebtsein eine Überschrift suchen würdest, wie würde diese lauten? (z.B „Crazy stupid love“, „Auf der Flucht“, „Harry und Sally“)

Wenn du für dein Verliebtsein ein Bild entwickeln würdest, wie sähe das aus?

Wenn ihr diese Fragen für euch beantwortet habt, tauscht ihr euch folgendermaßen darüber aus:  Ein Partner hört nur zu und der andere erzählt aus seiner Perspektive, wie er/sie den magischen Moment erlebt hat.

Dabei sollte der Partner/die Partnerin gezielt angesprochen werden. Hier ein Beispiel: „Damals auf der Party, wo wir uns kennen gelernt haben, hast du den blödesten Witz erzählt, den ich je gehört habe. Ich fand deinen Humor schon damals abgefahren. Bei unserem ersten Date habe ich mich dann so richtig in dich verknallt als du mit mir Huckepack den Berg runter gerannt bist…“

Der ander Partner/Partnerin hört genau zu und schweigt.

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Dann werden die Rollen getauscht.

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Erektionsprobleme unsichtbar werden lassen

Du möchtest am liebsten unsichtbar werden, wenn du in der entscheidenen Situation keine Erektion bekommst? Hier gibts ein paar Anregungen:

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Falls dir diese Art des Unsichtbarwerdens zu aufwendig ist, gibt es hier eine einfachere Variante:

Wenn du die aktive Rolle übernimmst und deinen Partner/deine Partnerin die Augen verbindest und eventuell fesselst, spielt eine Erektion gar keine Rolle. Du kannst dein „blindes“ Gegenüber auf verschiedenste Arten stimulieren: massieren, streicheln, küssen, lecken, beißen, kitzeln, mit Leckereien füttern, mit Sexspielzeug verwöhnen oder warmen Wachs auf die Haut tropfen lassen.

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Euer Liebesmonster wünscht euch zum Jahreswechsel alles Gute!

Mein Sex, dein Sex, unser Sex

Sexualität beginnt bei jedem Individuum selbst. Jeder hat bestimmte sexuellen Fantasien, Vorstellungen und Wünsche, die den individuellen sexuellen Fingerabdruck ausmachen.

Finden und begehren sich zwei Menschen, ist die Sexualität des anderen noch völlig unentdeckt, was einen gewissen Reiz ausmacht. Im Laufe der Zeit entdeckt man die sexuellen Wünsche und Bedürfnisse des Anderen besser und offenbart eigene Vorstellungen.

Paare teilen eine kleine Schnittmenge gemeinsamer sexueller Erfahrungen und Wünsche. Auf diese Ebene begegnen sie sich immer wieder und man könnte diese Schnittmenge als ihre Komfortzone beschreiben.

Es kann in einer langjährigen Beziehung spannend sein und mehr Schwung ins Sexleben bringen, wenn sexuelle Bereiche des Partners erforscht werden, in die man bisher noch keinen Einblick bekommen hat. Dabei ist es jedoch nicht notwendig, dass man die Sexualität des anderen bis ins kleinste Detail kennt. Jedem stehen Bereiche zu, die er nicht mit anderen teilt. Manchmal hat man auch Angst, dass bestimmte sexuelle Wünsche mich, oder den/die Partner/in erschrecken könnten. Jeder sollte selbst entscheiden, wie weit er mit der Selbst-Offenbarung geht und wieviel Details er/sie sich vom anderen wünscht.

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Wenn ihr Lust habt, euch mit eurer Sexualität und den (noch) verborgenen Vorlieben beschäftigen wollt, könnt ihr euch gemeinsam Zeit nehmen und die folgenden Fragen beantworten. Es empfiehlt sich, dass jeder die Fragen zunächst für sich allein beantwortet und ihr dann darüber ins Gespräch kommt.

  1. Was macht die Sexualität mit dir so reizvoll?
  2. An welche besonders schöne sexuelle Begegnung mit dir erinnere ich mich?
  3. Was war so schön daran und warum?
  4. Wovon hätte ich gerne mehr?
  5. Worin unterscheiden wir uns?
  6. Äußere ich meine Bedürfnisse ausreichend? Wenn nicht, was hindert mich daran meine Bedürfnisse zu äußern?

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Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum das Thema bei Erektionsproblemen wichtig sein könnte.

Bei Männern mit Erektionsstörungen liegt bei der Selbstbefriedigung, also in dem Bereich „Mein Sex“ meist gar kein Problem vor. Erst beim gemeinsamen Beisammensein entstehen Ängste die Erwartungen des Partners/der Partnerin nicht befriedigen zu können.

Der ehrliche Austausch über Wünsche und Erwartungen und Ängste kann den Leistungsdruck mindern. Dadurch stellt sich vielleicht heraus, dass die Erwartungen an sich selbst zu hoch gestellt wurden, dass es normal ist, dass Männer manchmal Erektiosprobleme haben und Partner/Partnerinnen evt. ganz andere Wünsche haben als eine immer standfeste Erektion.

Differenzierung- Anders sein belebt die Beziehung

Die Kunst einer gelungenen Beziehung besteht darin eine Balance zwischen der Nähe zum Partner und der Entwicklung eigener Interessen zu finden. So ähnlich sich Partner häufig in Paarbeziehung sein mögen, gibt es doch immer Unterschiede zwischen den Einzelnen, was die Beziehung spannend macht.

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Manchen Beziehungen mangelt es an ausreichender Differenzierung, da die Partner fast ihre gesamte Freizeit miteinander verbringen, ähnliche Meinungen zu verschiedenen Themen haben, die gleichen Hobbys und den selben Freundeskreis pflegen. Manche arbeiten auch im gleichen Umfeld und teilen sich Cheffinnen und Kollegen. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass dies doch ideal und harmonisch für die Beziehung sei. Schließlich hat man den Menschen, der einem am wichtigsten ist, damit immer in seiner Nähe. Wenn allerdings den einzelnen Individuen in der Partnerschaft nur wenig eigene Interessen und Aktivitäten bleiben, fehlt die eigene Entwicklung und die Autonomie geht verloren, während die Abhängigkeit vom Partner steigt.

Eine Beziehung, in der fast alles gemeinsam gemacht wird und wenige Raum für die individuelle Entwicklung bleibt, ist in sexueller Hinsicht nicht förderlich für das gegenseitige Begehren. Hingegen ist eine enge Beziehung, in der individuelle Unterschiede und das Verfolgen eigener Interessen gelebt werden können, wichtig für das eigene Wachstum, für das des Partners und für das gegenseitige Verlangen.

Ich empfehle Paaren sich gemeinsam, ungestörte Zeit zu nehmen, um sich mit folgenden Fragen auseinander zu setzen und darüber zu sprechen:

1) Was unterscheidet mich von dir?
2) Auf welche Weise und in welchen Bereichen wird das deutlich?
3) Wie, wann, wo und mit wem kann ich meine eigenen Dinge (aus)leben?
4) Wie viel Unterschiedlichkeit und Distanz brauche ich, um immer wieder mit Freude auf dich zugehen zu können?
5) Gelingt es mir, diese wichtigen Unterschiede zu leben, ohne dich zu verletzen?
6) In welcher Weise gelingt es uns, durch die jeweiligen, individuellen Erfahrungen unsere Beziehungen zu bereichern?

Herbstumfrage für Männer

Sexualität damals und heute

Wo es bei unseren Großeltern (vielleicht sogar Eltern) noch als „verboten“ galt über Sex öffentlich/ in der Familie zu sprechen oder gar sich leichtfertig mit anderen sexuell einzulassen, hat man heute eher das Gefühl, dass es es fast schon eine Pflicht ist sich sexuell auszuleben. In sexueller Hinsicht möchte niemand als langweilig, einfallslos oder gar prüde gelten. Man hat unzählige Möglichkeiten sich auszuprobieren, z.B. was Partner, Orte, Stellungen, Spielzeuge, Techniken und Sexpartys betrifft. Sexstellungen, über die unsere Großeltern sich nie getraut hätten auch nur zu sprechen, werden inzwischen als „Blümchensex“ oder „Vanilla-Sex“ belächelt.

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Die Freiheiten sich in sexueller Sicht austoben zu können, sind großartig. Doch jede positive Entwicklung hat auch eine Kehrseite. Man wird mit sexuellen Reizen beispielsweise medial schon seit einigen Jahren überflutet. Sexualität verliert dadurch ein Stück weit das Besondere, Versteckte und Geheimnisvolle.

Es entsteht der Eindruck, Sex sei etwas, was jederzeit zu bekommen, aber dadurch auch zu leisten ist. Begünstigt durch digitale Datingapps sind potentielle Sexualpartner schneller und einfacher zu finden und dadurch auch leichter austauschbar. Diese neuen Entwicklungen setzen manche Menschen unter sexuellen Leistungsdruck, anderen vereinfacht es die Möglichkeit, sich in sexueller Hinsicht auszuleben.

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Wie ihr bereits aus andern Blog-Einträgen wisst, ist Leistungsdruck eine der Hauptursachen für Erektionsprobleme oder andere sexuelle Schwierigkeiten, wie beispielsweise vorzeitigem Samenerguss. Tipps für einen entspannteren Umgang mit Erketionsproblemen findet ihr hier.

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Sommerumfrage

Hilfe bei Erektionsproblemen- bei sich bleiben

Wenn man Freude an etwas hat, gelingt es einem meistens auch besonders gut und die Freude daran kann andere mitreißen. Stand-up Comedians haben oft (sichtbar!) viel Spaß daran, andere zum lachen zu bringen und das macht sie wahrscheinlich noch mitreißender.  LehrerInnen, die Spaß am Unterricht haben, nehmen ihre Schülerinnen eher mit als unmotivierte traurige Gestalten. Zahnärzte, die mit großer Freude Löcher in Zähne bohren, animieren uns Patienten auch dazu, Löcher in unsere Zähne oder die Zähne anderer bohren zu wollen. Äh Moment….  nein, die Regel gilt wohl nicht immer 🙂

Meine These heute ist, dass diese Regel jedoch für Sexualität gilt. Die Lust des Partners/der Partnerin ist ansteckend und man spürt, ob er/sie an der jeweiligen sexuellen Handlung an sich Freude empfindet, oder ob er/sie auf ein anderes Ziel fokussiert, wie beispielsweise eine Erektion bei sich oder seinem Partner zu erzeugen, seine Partnerin „feucht zu machen“ oder sie zum Orgasmus zu bringen.

Die Vorstellung, dass der Partner/die Partnerin bei einem nur bestimmte Knöpfe drückt, um eine Wirkung zu erzielen, ist weder erregend, noch verspielt oder kreativ, es sei denn man spielt gerne Spiele, bei denen man ständig Knöpfe drückt.

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Manchmal ist es gar nicht so leicht beim Sex nicht in eine immer ähnlich ablaufende Routine zu fallen und beim Partner „Knöpfe zu drücken“, die sich im Bett bewährt haben.

Deswegen hier mein Tipp für ein Paarexperiment: Verabredet euch für eine Tages-oder Nachtzeit, an der ihr ein paar Stunden ungestört sein könnt.  Seid bitte nicht todmüde, alkoholisiert oder sonstwie zugedröhnt. Vereinbart vorher wer bei diesem Zusammentreffen der aktive Part sein soll und wer der passive. Der aktive Partner/die aktive Partnerin (Partner A)  berührt, streichelt und küsst seine Partnerin/seinen Partner auf die Art, wie er/sie es sich in dem Moment wünscht. Der passive Part achtet auf seine/ihre Empfindungen. Wichtig dabei ist, dass er/sie nicht darauf achtet, was seinem Parter/seiner Partnerin für Berührungen gefallen könnten, sondern bei sich bleibt und nur das macht, worauf er/sie wirklich Lust hat. Das Ergebnis bleibt völlig offen und es ist sogar eine besonders schöne und innige Erfahrung, wenn es dabei nicht zum Geschlechtsverkehr kommt.

Zudem ist wichtig, dass der passive Partner/die passive Partnerin immer Stop sagt, wenn eine Berührung als unangenehm empfunden wird. Der aktive Part muss dann regieren und die Art der Berührung unterbrechen bzw. verändern.

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Ein paar Tage später wiederholt ihr dann das Treffen, nur mit vertauschten Rollen.

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Mehr Spaß im Bett mit Erektionsproblemen

Vor kurzem habe ich einen Artikel bei Bento gelesen, in dem mit dem veralteten Klischee aufgeräumt wurde, dass Frauen länger brauchen um zum Orgasmus zu kommen als Männer.  Frauen können bei der Selbstbefriedigung genauso schnell einen Höhepunkt erreichen wie Männer.  Bei 70% der Frauen dauert das 30 Sekunden bis 5 Minuten.

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Beim Geschlechtsverkehr sieht das allerdings anders aus. Hier gibt es meist zu wenig klitorale Stimulation, sodass der Höhepunkt auf sich warten lässt oder sogar gänzlich ausbleibt. Offenbar läuft Sexualität aber eher nach männlichen Bedürfnissen ab: kurzes Vorspiel (wenn überhaupt), rein-raus-rein-raus („das gute alte rein-raus Spiel„), fertig. – zumindest ist der Mann dann fertig. Frauen wirken auf Männer, die den weiblichen Körper nicht verstehen, deshalb oft  „schwer erregbar“, „mysteriös“ und „kompliziert“.

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Dabei kann alles viel einfacher sein, wenn man sich Zeit für das Vorspiel nimmt. Durch Oralverkehr und manuellen Einsatz ist eine ausreichende Stimulaution der Klitoris gewährleistet. Frauen können dadurch einige Male zum Höhepunkt kommen und das noch, bevor es überhaupt zum Geschlechtsverkehr kommt.

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Unter diesen Gesichtspunkt betrachtet sind Männer mit Erektionsproblemen wahrscheinlich die besseren Liebhaber, weil sie nicht gleich zum Geschlechtsverkehr übergehen (können), sondern sich Zeit für die Liebesaktivitäten nehmen müssen, die Frauen besonders erregt.

 

Sexmythos 1 – Das Jungfernhäutchen

Viele junge Menschen machen sich unnötigerweise zu viele Sorgen über Sex.  Kein Wunder, dass man dann viel zu angespannt ist, um die intime Zweisamkeit genießen zu können.  Sexmythen können zu dieser unnötigen Anspannung beitragen. Deshalb sollen sie an dieser Stelle aufgeklärt werden.

Wie viele junge Frauen  machen sich vor dem ersten Sex Sorgen, dass sie Schmerzen erleiden und bluten werden, weil ihr Jungfernhäutchen reißen wird? Und wie viele junge Männer machen sich Sorgen ihre Freundin beim ersten Mal zu verletzen?

Diese Sorge können sich junge Menschen sparen, denn ein Jungfernhäutchen im Sinne einer Membran, die beim ersten Geschlechtsverkehr durchstoßen wird, gibt es nicht!

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Es gibt nur einen elastischen Schleimhautkranz, der sich je nach Erregungszustand/ hormonelle Beeinflussung/ äußerer Beanspruchung dehnt und wieder zusammen zieht.

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Weniger als die Hälfte der Mädchen und Frauen bluten beim ersten Mal. Niemand kann sehen, ob eine Frau schon mal Sex hatte oder nicht. Man kann nicht mal erkennen, ob eine Frau schon ein oder mehrere Kinder geboren hat. Deswegen machen operative Rekonstruktionen des Jungfernhäutchens (Hymenrekonstruktionen) keinen Sinn.

Junge Frauen müssen beim ersten Geschlechtsverkehr nicht bluten, wenn sie erregt sind und das Eindringen gefühlvoll und langsam erfolgt.

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