Hilfe bei Erektionsproblemen- bei sich bleiben

Wenn man Freude an etwas hat, gelingt es einem meistens auch besonders gut und die Freude daran kann andere mitreißen. Stand-up Comedians haben oft (sichtbar!) viel Spaß daran, andere zum lachen zu bringen und das macht sie wahrscheinlich noch mitreißender.  LehrerInnen, die Spaß am Unterricht haben, nehmen ihre Schülerinnen eher mit als unmotivierte traurige Gestalten. Zahnärzte, die mit großer Freude Löcher in Zähne bohren, animieren uns Patienten auch dazu, Löcher in unsere Zähne oder die Zähne anderer bohren zu wollen. Äh Moment….  nein, die Regel gilt wohl nicht immer 🙂

Meine These heute ist, dass diese Regel jedoch für Sexualität gilt. Die Lust des Partners/der Partnerin ist ansteckend und man spürt, ob er/sie an der jeweiligen sexuellen Handlung an sich Freude empfindet, oder ob er/sie auf ein anderes Ziel fokussiert, wie beispielsweise eine Erektion bei sich oder seinem Partner zu erzeugen, seine Partnerin „feucht zu machen“ oder sie zum Orgasmus zu bringen.

Die Vorstellung, dass der Partner/die Partnerin bei einem nur bestimmte Knöpfe drückt, um eine Wirkung zu erzielen, ist weder erregend, noch verspielt oder kreativ, es sei denn man spielt gerne Spiele, bei denen man ständig Knöpfe drückt.

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Manchmal ist es gar nicht so leicht beim Sex nicht in eine immer ähnlich ablaufende Routine zu fallen und beim Partner „Knöpfe zu drücken“, die sich im Bett bewährt haben.

Deswegen hier mein Tipp für ein Paarexperiment: Verabredet euch für eine Tages-oder Nachtzeit, an der ihr ein paar Stunden ungestört sein könnt.  Seid bitte nicht todmüde, alkoholisiert oder sonstwie zugedröhnt. Vereinbart vorher wer bei diesem Zusammentreffen der aktive Part sein soll und wer der passive. Der aktive Partner/die aktive Partnerin (Partner A)  berührt, streichelt und küsst seine Partnerin/seinen Partner auf die Art, wie er/sie es sich in dem Moment wünscht. Der passive Part achtet auf seine/ihre Empfindungen. Wichtig dabei ist, dass er/sie nicht darauf achtet, was seinem Parter/seiner Partnerin für Berührungen gefallen könnten, sondern bei sich bleibt und nur das macht, worauf er/sie wirklich Lust hat. Das Ergebnis bleibt völlig offen und es ist sogar eine besonders schöne und innige Erfahrung, wenn es dabei nicht zum Geschlechtsverkehr kommt.

Zudem ist wichtig, dass der passive Partner/die passive Partnerin immer Stop sagt, wenn eine Berührung als unangenehm empfunden wird. Der aktive Part muss dann regieren und die Art der Berührung unterbrechen bzw. verändern.

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Ein paar Tage später wiederholt ihr dann das Treffen, nur mit vertauschten Rollen.

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