Erektionsstörungen und Pornographiekonsum

Warum eigentlich noch Sex mit dem Partner haben, wenn das Internet voll ist mit allen möglichen aufregenden pornographischen Videos? Ich kann  mir Dinge anschauen, die ich noch nie zuvor gesehen habe und jederzeit ein neues Video anklicken, wenn mich das alte langweilt. Ich brauche selbst nichts zu leisten – nur auf den Bildschirm starren und mich dabei selbst befriedigen. Ich kann nicht versagen- wie hart meine Erektion ist, interessiert niemanden. Ich brauche nicht nett zu sein und auf die Bedürfnisse meiner Partnerin einzugehen- die weiß gar nicht, was ich hier mache.

Langfristig führt intensiver Pornographiekonsum zur Präferenz dieser sexuellen Aktivität gegenüber Sexualität mit dem Partner, sowie zu Erregungs-und Orgasmusstörungen, Erektionsproblemen und zu einer geringeren Zufriedenheit innerhalb der Partnerschaft (siehe Studie).  Pornographiekonsum kann süchtig machen. Die vielfältigen Darstellungen in Pornos führen zur Abstumpfung, sodass echte sexuelle Aktivität eintönig wirkt, als nicht ausreichend stimulierend wahrgenommen wird und mitunter gänzlich eingestellt wird.

Wenn ihr euch fast täglich, sogar für mehrere Stunden Pornos im Internet anschaut und Erketionsprobleme oder andere Unzufriedenheiten in eurem Sexualleben erlebt, solltet ihr den Pornographiekonsum einstellen bzw. stark zu reduzieren. Dies wird zu Beginn nicht leicht sein, weil die stimulierenden Videos abhängig machen. es lohnt sich aber diesen Weg zu gehen, denn nach einigen Wochen bzw. Monaten werdet ihr mit eurem Sexleben zufriedener sein. Um den Pornographiekonsum einzustellen, überlegt euch bitte, welche andere Aktivität ihr unternehmen wollt, wenn ihr einen starken Drang nach Youporn etc. verspürt. Dies ist am besten eine körperliche Aktivität, wie spazieren gehen, Fahrrad fahren oder Trampolin springen. Wichtig ist, dass ihr diese Tätigkeit bei dem kleinsten Verlangen nach Pornos sofort anwendet.

 

via GIPHY