Leistungsdruck im Bett verabschieden

Wo früher Sexualität ein Tabuthema war, gibt es inzwischen den gefühlten Zwang eine lebendige Sexualität zu erleben und regelmäßig sexuell aktiv zu werden. Es wird als normal angesehen, dass man sich häufig „geil“ fühlt und Sex braucht.

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Dabei geht es bei der Sexualität in Paarbeziehungen weniger um Befriedigung von Lust (und noch seltener um Fortpflanzung), sondern vor allem um ein intime Form der Kommunikation. Man hat nicht Lust auf einen Orgasmus, sondern darauf dem Menschen, den man besonders gern mag, auch körperlich nah zu sein.

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Sexuelle Schwierigkeiten wie Erektionsstörungen, frühzeitigen Samenerguss oder Lustlosigkeit entstehen vor allem dadurch, dass man versucht sich so zu verhalten, wie man meint, dass es von einem erwartet wird: immer geil, potent, leistungsstark und ausdauernd. Um diese sexuellen Schwierigkeiten zu überwinden, ist es wichtig sich von diesem Erwartungsdruck zu lösen und seinen eigen Weg der sexuellen Interaktion mit dem Partner zu finden.  Es geht nicht darum, welcher Partner welchen Körperteil in welche Körperöffnung steckt, oder darum lange durchzuhalten und möglichst viele Orgasmen zu produzieren.

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Wichtig sind die psychosozialen Bedürfnisse, die durch die Kommunikationsform Sexualität befriedigt werden: Begehren auszudrücken und begehrt zu werden (und zwar nicht auf Grund eines riesigen Penisses oder auf Grund großer Brüste, sondern weil man als Person gesehen und gemeint ist),  Geborgenheit und Vertrauen zu spüren, sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl und Intimität zu stärken.