Erektionsprobleme- Frustration in der Paarbeziehung stoppen

Erektionsstörungen sind ein systemisches Problem, das nicht eine bestimmte Ursache hat, sondern durch Selbstzweifel, unangemessene Reaktionen des Partners, Missverständnissen oder Verlustängste entstehen und verstärkt werden kann. Da Erektionsprobleme auch den Partner verunsichern, kommt es oft vor, dass dieser angespanntes und manchmal problemverstärkendes Verhalten zeigt. Das wiederum wirkt sich negativ auf die Selbstbeobachtung und die Problemfokussierung beim Betroffenen aus, sodass keine Erektion mehr zu Stande kommt.

Zum Beispiel wird von Betroffenen berichtet, dass sie beim Vorspiel die Hand oder der Blick ihrer Freundin häufig als Kontrolle hinsichtlich der Standfestigkeit ihres Penises wahrnehmen. Wenn diese „Prüfung“ dann nicht zu der Zufriedenheit ihrer Partnerin ausfällt, lässt sie sich ihre Enttäuschung und Frustration anmerken, indem sie den Körperkontakt unterbricht oder einen enttäuschten Gesichtsausdruck hat. Das wäre aus weiblicher Perspektive so, als würde ein Mann mitten im zärtlichen Vorspiel plötzlich mechanisch prüfend die Hand zwischen die Beine seiner Partnerin legen und sich dann enttäuscht zurückziehen, wenn er keine ausreichende Feuchtigkeit spürt. Als Mensch, den man um seiner selbst Willen mag und schätzt, fühlt man sich bei diesem Prüfgriff nicht gesehen, sondern eher auf das Funktionieren seiner Geschlechtsorgane reduziert.

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