Wie häufig kommen erektile Dysfunktionen vor?

An einer Studie, die 2005 in Cottbus durchgeführt wurde,  haben 3124 Männer teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Männer mit einer erektilen Dysfunktion (kurz: ED) mit dem Alter zunimmt. So leiden 9,4 % der 18-29 jährigen unter einer ED, sowie 10,1 % der 30-39 jährigen, 19,5% der 40-49 jährigen und 39,1% der 50-59 jährigen. Ab dem sechzigsten Lebensjahr berichtet über die Hälfte der Männer über Erektionsstörungen, nämlich 67,4 % der 60 bis 69 jährigen und 88,7% der 70 bis 79 jährigen. Die Häufigkeit für das Auftreten einer erektilen Dysfunktion, deren Ursache rein psychisch ist, wurde jedoch nicht gesondert aufgeführt. Viele der Betroffenen in der Studie litten an Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Multiple Sklerose.

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Negative Gedanken stoppen

Betroffene einer Erektionsstörung sind oft in einer Spirale bestehend aus Selbstbeobachtungen und negativen Gedanken gefangen. Sie fokussieren ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf das, was gerade nicht gut klappt. Negative Gedanken über die eigene Person wirken wie eine gewaltige Welle, die jeden Ansatz einer Erektion niederdrückt und das Selbstwertgefühl schwächt. Betroffene äußern beispielsweise die folgenden negativen Gedanken: „Ich schaff das nicht“, „Ich bin ein Schlappschwanz“, „Ich brings nicht.“, „Hoffentlich merkt sie/er es nicht gleich“, „Sie/er soll nicht mitbekommen, was ich für ein Loser bin“, „Das klappt eh wieder nicht“, „Ich werde sie/ ihn verlieren, wenn ich es nicht schaffe.“ Solche und ähnliche destruktive Gedanken solltest du versuchen abzustellen. Wenn du dich bei diesen negativen Selbstbewertungen ertappst, sag dir innerlich laut „Stopp“ und stelle dir ein Stopp-Schild vor. Konzentriere dich stattdessen auf andere Empfindungen.- Beispielsweise auf die Berührungen durch deine(n) Partner(in) oder darauf wie es sich für dich anfühlt, wenn du deine(n) Partner(in) berührst.  Diese Technik wirkt vielleicht nicht sofort und braucht etwas Übung. Es lohnt sich aber sie wiederholt anzuwenden und sich ganz auf das Spüren der gegenseitigen Berührungen des Körpers einzulassen ohne dabei gedankliche Bewertungen vorzunehmen.

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